Ihre Interkulturelle Trainerin

Foto: Fotostudio Balsereit (Köln)
Ausbildung
· Dr. phil. in Kulturvergleichender- Wirtschafts- und Sozialpsychologie (Doktorarbeit).
· Diplom-Psychologin mit einer Diplomarbeit über Interkulturelle Trainingsmethoden.
· Studium der Pädagogik und Erwachsenenbildung in Graz (Österreich).
· Studium und Arbeit in Österreich (fünf Jahre), Italien (zwei Jahre) und Deutschland.
Weiterbildung
· 2008: Diversity Team Trainerin (DPI - Developing People Internationally – York Associates).
· 2002-2004: Grundausbildung in Klientenzentrierter Gesprächsführung nach Carl Rogers (gemäß GwG Richtlinien).
· 2003-2008: Mitglied und zweijährige Präsidentschaft beim Toastmasters International Rhetorik Club `Die Rheinredner`.
· Kontinuierliche, didaktische Weiterbildung.
· Aikido üben bei Dirk Kropp, Köln (www.aikido-ueben.de).
Interkultureller Lebenslauf
Geboren 1975, wuchs ich mit zwei Schwestern, als Kind deutsch-österreichischer Eltern in Deutschland auf und besuchte das Gymnasium bis zum Abitur im Jahr 1994.
USA – High-school Jahr & Leben in meiner GastfamilieMit 16 Jahren bekam ich die Möglichkeit, ein Jahr lang bei einer US-amerikanischen Gastfamilie mit zwei Brüdern zu leben, die 12. Klasse der dortigen High-School zu besuchen und mein "diploma of graduation" (High School Diplom) zu machen. Ich erlebte die gesamte Bandbreite interkulturell möglicher Erfahrungen: vom Kulturschock über viele interkulturelle Missverständnisse mit meiner Gastfamilie, den Lehrern und Mitschülern bis hin zu ihren mehr oder weniger gelungenen Lösungen. Ich lernte, dass man hier Probleme anders löst und anders mit den Mitmenschen in Kontakt tritt, als ich das aus Deutschland gewohnt war.
Zurück in Deutschland kam der Rückkehr-Kulturschock. Das alte Leben in Deutschland war ungewohnt und das Leben aus den USA meinen Mitschülern, Freunden und Familie nur schwer erklärbar. Ich wurde nachdenklich: was ist überhaupt Kultur und wie lernt der Mensch eigentlich seine eigene Kultur? Welchen Einfluss hat dabei die Familie? Und wie viel und was von mir ist eigentlich Österreicherin?
Österreich: Vordiplom Psychologie & Arbeit bei T-mobile
Nach dem Abitur entschied ich mich für ein Pädagogikstudium in Graz, Österreich. Hier wollte ich auch meinen österreichischen Wurzeln auf den Grund gehen. Noch nie habe ich mich so deutsch gefühlt, wie in dieser Zeit – und das, obwohl ich doch eine österreichische Mutter, österreichische Familie und einen österreichischen Pass habe. Das warf weitere Fragen auf: von wem lernt der Mensch seine Kultur? Und wer hat da den größten Einfluss? Und welche Aussage macht ein Pass über mich als Mensch?
Während meiner Studienzeit in Graz arbeitete ich u. A. für T-mobile als Consultant im Bereich Kommunikation. Wir hatten permanenten Kundenkontakt. Hier begriff ich, dass es in einigen Bereichen tatsächlich große kulturelle Unterschiede zwischen Deutschen und Österreichern gibt. Vor allem im zwischenmenschlichen Bereich waren meine österreichischen Kolleg/innen – so schien es mir - auch bei schwierigen Kundenfragen immer äußerst höflich und kritische Themen wurden meist eher indirekt angesprochen. Ich musste lernen, mehr zwischen den Zeilen zu lesen und Gesamtzusammenhänge besser zu deuten. Später habe ich über direkte Kommunikation und Höflichkeit im Kulturenvergleich (Deutschland, Österreich und Italien) meine Doktorarbeit geschrieben.
Von meinem Pädagogikstudium wechselte ich schließlich zur Psychologie, weil ich Menschen und zwischenmenschliches Verhalten besser verstehen lernen wollte. Nach zwei Jahren schloss ich das Vordiplom ab und bewarb mich noch in dieser Zeit als "Erasmus-Free Mover Stipendiatin", an der Universitá La Sapienzá in Rom, Italien.
Italien: Erasmusjahr & Arbeit
Meine Erasmus Jahr in Italien war geprägt von vielen kulturellen Eindrücken. Ich entschied mich, nicht mit den anderen Erasmus-Studierenden, sondern mit Italienern und Italienerinnen zu leben, um die italienische Kultur wirklich hautnah miterleben zu können. So vieles war anders hier: viele Busse fuhren nicht zu einer bestimmten Uhrzeit, sondern irgendwann zwischen 5:00 und 24:00 Uhr, so dass Pünktlichkeit zu einem Glücksspiel wurde. Der Kontrast zwischen armen und reichen Menschen war deutlich seh- und spürbar, das Überleben für viele Menschen ein Kampf. Umso schöner die italienische Art das Leben zu genießen und das Beste aus einer schwierigen Situation zu machen – am liebsten im Kreis von Freunden und der Familie. Die Familie hat für viele Italiener/innen eine tragende Bedeutung, unter anderem vermutlich deshalb, weil man sich in der Vergangenheit nie besonders auf den Staat verlassen konnte.
Fasziniert war ich zudem von der kommunikativen Kompetenz der Italiener/innen. Referate in den Hörsälen wurden mit einer Eleganz und Leichtigkeit vorgetragen, meist ohne Folien, und unter lebendiger Einbindung der Mit-Studierenden, in einer Art wie ich sie so nie vorher und selten später erlebt habe. Italiener/innen schienen mir die geborenen Redner/innen. Manchmal störte mich diese Redseligkeit aber auch: wenn wir abends mit den Freuden an einer Straßenecke standen und alle über eine Stunde diskutierten, in welches Restaurant wir nun gehen sollten und wir es nicht schafften, zu einer schnellen (deutschen?) Lösung zu kommen, weil alle es allen recht machen wollten.
Ich arbeitete im Anschluss an mein Erasmus-Jahr sechs Monate für die Universität Rom im Rahmen eines europäischen Projekts. Hier bewunderte ich die Gelassenheit vieler Italiener/innen auch vor scheinbar unlösbaren Problemen - wie unmöglich lieferbarem Material für eine Veranstaltung - nicht zu kapitulieren, sondern Ruhe zu bewahren. Und tatsächlich: mit viel Kreativität wurde alles in allerletzter Minute wie von Zauberhand fertig, anderes, schöneres Material traf ein und die Veranstaltung wurde ein voller Erfolg.
Schweren Herzens verließ ich Italien, um mein Studium in Deutschland zu beenden.
Deutschland: Psychologie-Diplom, Doktorat und Gründung
Nach fast sechs Jahren kehrte ich wieder nach Deutschland zurück und hatte das große Glück, Professor Hannes Stubbe an der Universität Köln zu begegnen. Als Professor für Ethno- und Kulturvergleichende Psychologie lehrte er genau die Inhalte, für die ich mich so brennend interessierte. Und er hatte noch viel mehr Zeit in fremden Kulturen verbracht als ich, was seine Seminare spannend, äußerst lebendig und ihn sehr glaubwürdig machte.
Er ermutigte mich, aus meinen interkulturell gelebten Erfahrungen etwas - praktisches und zugleich wissenschaftliches - zu machen. So schrieb ich bei ihm meine Diplomarbeit über Interkulturelle Trainingsmethoden. Ich konzipierte zwei interkulturelle Trainings-Designs um herauszufinden, welches der beiden Trainings in der Lage ist, die interkulturelle Kompetenz der Trainings-Teilnehmenden besser zu steigern. Nach Ende meines Studiums ermutigte er mich, auch eine Doktorarbeit in Angriff zu nehmen. Parallel dazu machte ich mich – anfangs noch mit Hilfe einiger Nebenjobs u. A. an der Universität – mit meinem Trainings-Unternehmen selbstständig.
Ausbildung
Im Juli 2007 beendete ich meine Ausbildung zur Psychologin als Dr. phil - an der Universität zu Köln - im Bereich Kulturvergleichende und Wirtschaftspsychologie. Thema: "Direkte Kommunikation & Höflichkeit in der Unternehmenskommunikation: Deutsche, Österreicher/innen & Italiener/innen im kulturellen Vergleich". Mein Doktorvater war Prof. Hannes Stubbe, mein Zweitgutachter Dir. Prof. Lorenz Fischer (Wirtschafts- und Sozialpsychologie).
Im Juni 2004 schloss ich mein Diplom in Psychologin – an der Universität zu Köln - mit der Note sehr gut ab.
Zwischen 2000 und 2001 studierte ich ein Jahr an der Unversitá La Sapienza in Rom - Italien - Psychologie. Ich legte Prüfungen im Rahmen von jeweils 18 Semesterwochenstunden und einem Notenschnitt von 29/30 (sehr gut) ab. Im Jahr 2000 schloss ich das Vordiplom in Psychologie, an der Karl-Franzens Universität Graz - Österreich ab.
1994 machte ich Abitur am Gymnasium am Stadtpark in Krefeld. Von 1991-1992 besuchte ich die 12. Klasse der Clarkston High School im Nordwesten der USA und schloss mit dem Diploma of Graduation ab.
